Minderheitenschutz
Das Zusammenleben von verschiedenen ethnischen Gruppen in einem politischen System funktioniert nur, wenn die Bedürfnisse aller Volksgruppen gleichermaßen berücksichtigt werden.
In Südtirol gibt es drei Sprachgruppen: die deutsche, italienische und ladinische Sprachgruppe. Das Zusammenleben dieser drei Sprachgruppen stützt sich auf ein komplexes und ausdifferenziertes Rechtssystem, das Ämterrotation, paritätische Gremienbesetzung und proportionale Vertretung miteinander verknüpft und die Minderheiten schützt.
Autonomie für drei Sprachgruppen
In Südtirol leben heute rund 520.000 Menschen mit unterschiedlichen Muttersprachen friedlich zusammen. Neben den drei Amtssprachen Deutsch, Italienisch und Ladinisch gibt es mittlerweile viele Migrationssprachen.
Ein internationales Modell
Südtirols Autonomie stellt ein international beachtetes Modell im Bereich des Minderheitenschutzes und der Minderheitenrechte dar.
Machtteilung und das Recht auf Muttersprache
Die Machtteilung unter den drei Sprachgruppen basiert auf vier Säulen. Auf Gesellschaftsebene regelt der ethnische Proporz den Zugang zu den öffentlichen Stellen.


